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Jahreshauptversammlung gibt grünes Licht für die Bewerbung

Mit all diesem Wissen ausgestattet und darüber hinaus

  • einer schon detaillierten Strukturübersicht, eventuell anfallender Kosten und deren Aufteilung auf den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, der Stadt Grevenbroich und der Bruderschaft,
  • ersten Ideen zu Möglichkeiten der Einnahmengenerierung und ersten Vorüberlegungen
  • zum einem Verkehrskonzept bei der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur 
  • einer ersten Organisationsstruktur zur Durchführung eines solchen Events
  • und einer generellen und durchweg positiven Einschätzung des Bundesgeschäftsführers Ralf Heinrichs nach einem Ortstermin und der Vorstellung evtl. Veranstaltungsflächen in unserem Ort

gingen wir in unsere Jahreshauptversammlung am 20. Januar diesen Jahres. Hier stimmten unsere Schützen letztlich mit einem überwältigend positiven Votum für den wiederum aus dem Plenum gestellten Antrag, dass der Bruderschaftsvorstand alle weiteren Schritte für eine Bewerbung der Bruderschaft Gindorf um die Ausrichtung des Bundesköniginnentages 2021 unternehmen solle.
bkt2021 006Ein bewegender Moment für alle Anwesenden und mit dem Ergebnis, dass bei vielen Schützen noch in der Ver-sammlung, aber auch beim folgenden Patronatsfest und in den ersten Wochen des Jahres die Vorfreude auf ein solches Event deutlich spürbar wurde.

Stadt Grevenbroich sagte umfassende Unterstützung zu

Nach der offiziellen Beauftragung durch die Jahreshauptversammlung nutzten wir dann die Gelegenheit, unserem Bürgermeister Klaus Krützen die Eckpunkte einer möglichen Bewerbung für die Ausrichtung des Bundesköniginnentages 2021 vorzustellen. Klaus Krützen war sofort Feuer und Flamme und sicherte seine Unterstützung zu.
Gemeinsam mit Bruderschaftsgeschäftsführer Horst Rodrigo, Heinz-Wilhelm Becker (stellv. Brudermeister), Schatzmeister John Esser, Regimentsoberst Siegfried Schmautz und Diakon Manfred Jansen nutzte wir bei die-sem Treffen Mitte Februar zunächst die Gelegenheit, unserem Bürgermeister den Werdegang des Meinungsbil-dungsprozesses innerhalb der verschiedenen vereinsinternen Bruderschaftsgremien bis hin zu einer ersten Ortsbesichtigung durch Bundesgeschäftsführer Ralf Heinrich aus Leverkusen vorzustellen.
Einhergehend mit den grundsätzlichen Infos zu Historie, Art, Dauer und Umfang dieser Veranstaltung hielten wir natürlich nicht hinter dem Berg mit dem Organisations- und Vorbereitungspotential, das eine solche Veranstaltung mit sich bringt.
Doch angesichts einer schon zum heutigen Sachstand sehr detailreichen Veranstaltungskonzeption und der entsprechenden Unterstützung der Bundesorganisation war auch Bürgermeister Krützen schnell von der Idee begeistert, eine solche Veranstaltung erstmals auf Grevenbroicher Stadtgebiet auszurichten. „Ich bin fest über-zeugt“, so Bürgermeister Krützen, „das eine solch imposante Schützenveranstaltung nicht nur zu Grevenbroich mit seinen 21 Schützen- und Heimatvereinen passt, sondern auch für das Schützenwesen in der Schloßstadt insgesamt einen positiven und initialen Akzent setzt.“

2017 03 31 Uebergabe Unterstuetzung Stadt GV

Die Gründe für eine Bewerbung

Bei diesem Gesprächstermin unterstrichen auch wir als Bruderschaftsvorstand noch einmal, dass wir allen Grund haben, uns gerade im Jahr 2021 für die Ausrichtung des Bundesköniginnentages zu bewerben. War doch tatsächlich das bevorstehende 350-jährige Vereinsjubiläum unserer Bruderschaft für unsere Mitglieder ein sehr triftiger Grund einmal zu überlegen, an einem solchen Jubiläumsjahr nicht nur die eigenen Vereinsmitglieder und deren Familien, sondern einen ganzen Ort, eine ganze Stadt und auch die große Schützenfamilie unseres Bundes teilhaben zu lassen.
Doch wir haben auch noch ein bisschen weitergeschaut. Schauen wir auf unser Kraftwerk Frimmersdorf. In den 60er-Jahren gehörte es zu den größten Kraftwerken der Welt. Die Fassade des Maschinenhauses misst 650 Meter. Zeitweilig sorgten 31 Kühltürme dafür, dass die damals 14 parallel angeordneten Kraftwerkskessel nicht überhitzten. 1970 erreichte das Kraftwerk seinen Endausbau und verfügte über 16 Blöcke mit einer Gesamtleis-tung von 2600 Megawatt. In Spitzenzeiten wurden hier jährlich 20 Millionen Tonnen Kohle verfeuert. In Kürze wird Frimmersdorf keine Kohle mehr brauchen. Dann werden auch die letzten beiden Blöcke vom Netz genommen und buchstäblich kalt gestellt. Vier Jahre lang – so die derzeitigen Planungen – bleibt die Anlage noch in der sogenannten Sicherheitsbereitschaft. Und sollten wir tatsächlich im Jahr 2021 die große Schützenwelt zu Gast haben, dann geht zeitgleich auch die Ära unseres Kraftwerkes Frimmersdorf zu Ende. Dann werden die Lichter an dem Kraftwerks-Standort, an dem seit 1926 Strom erzeugt wird, gänzlich erlöschen. Was kann zu diesem Zeitpunkt inhaltsreicher und symbolhafter sein, als ein feierlicher Gottesdienst vieler tausend Menschen, die zu einem Großteil von und mit der Kohle in unserer Region gelebt haben, quasi als Hommage mit Blick auf dieses monumental wirkende industrielle Gebäudedenkmal.
Angesichts so weitreichender Umstrukturierungsprozesse wie wir sie derzeit in der Arbeitswelt unserer Region, aber auch in unseren Pfarrgemeinden und in unserer Stadt erleben, brauchen wir meines Erachtens Visionen und Aufgaben und Symbole, die uns fordern und unser Selbstbewusstsein stärken.

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